Voraussichtliche Reisedaten

Freitag, 25. Januar 2019

Iran-Traum geplatzt

Unser Traum, den Iran befahren zu können, ist mit grösster Wahrscheinlichkeit geplatzt.

Bei Tourenfahrer.de kann nachgelesen werden, dass seit dem 23. Juli vergangenen Jahres keine Motorräder mit einem Motorvolumen > 250 cm3 mehr eingeführt werden dürfen - auch nicht zum Transit.

Wir werden in diesem Fall wahrscheinlich auf die Fähre von Baku (Aserbaidschan) nach Türkmenbashi (Turkmenistan) ausweichen. Diese Fähre soll eine Katastrophe sein: weder besteht ein Fahrplan, noch fährt sie dann auch garantiert direkt in den Zielhafen ,sondern kann auch aus unerfindlichen Gründen einfach noch ein paar Tage vor Turkmenbashi liegen.

In Turkmenistan muss man allerdings das Transit-Visum auf einen bestimmten Tag bestellen und hat nur 5 Tage Zeit das Land wieder zu verlassen. Ein Touristenvisum, für das man allerdings einen Führer benötigt, wäre die Alternative.

Jetzt haben wir neue Voraussetzungen...über die Entscheidung werde ich zu gegebener Zeit informieren.
Quelle Google Maps

Vortrag «Leaving Home Function» im Schlossgut Münsingen BE

Heute haben wir den Vortrag des Künstlerkollektivs «Leaving Home Function» zusammen mit unseren Frauen sowie Hansjörg und Res und deren Frauen besucht.
Die drei Frauen und zwei Männer von «Leaving Home Function» sind mit vier Ural-Seitenwagen von Halle (D) auf dem Landweg über Russland nach New York gefahren.

Es waren zweieinhalb äusserst spannende und unterhaltsame Stunden - der Vortrag der gesamten Gruppe war vielseitig und abwechslungsreich. Ich hätte gern ein paar mehr Fotos und Filme gesehen - aber die werden wohl für das Buch und den Film verwendet.


Quelle: http://leavinghomefunktion.com/de/
Die fünf jungen Bildhauer haben mit ihren sehr pannenanfälligen Ural-Motorrädern viele Abenteuer erlebt...sie sind m.E. aber auch sehr blauäugig  und fast ein wenig naiv an die Sache herangegangen. Die Wahl des Motorrads z.B. kann kaum mit guter Recherche begründet werden - die Anfälligkeit alter Ural-Motorräder - vor allem mit der schweren Beladung auf dieser Expedition - ist gemeinhin bekannt. Ausserdem hatte keiner je vorher ein Motorrad gefahren und von Mechanik hatte auch niemand eine Ahnung. Das ist «nur» der technische Aspekt, der allerdings m.E. eine massgebende Rolle spielt in Planung und Durchführung einer solchen Reise spielt. Die viele Zeit, die mit Reparaturen verbracht wird, könnte für Besseres verwendet werden. Allerdings kommt man bei technischen Problemen sehr leicht in Kontakt mit der lokalen Bevölkerung.
Quelle: http://leavinghomefunktion.com/de/
Beeindruckend war für mich, dass sie während der zweieinhalb Jahre dauernden Expedition unterwegs immer gemeinsam unter einem gespannten Dach schliefen. Sie hatten keine Zelte dabei, sondern wählten bewusst eine Art gemeinsames Schlafzimmer um die gruppendynamischen Prozesse bewusst zu gestalten. So konnte man sich nicht zurückziehen und musste sich der Gruppe stellen. Spannend - aber auch schwierig, denke ich.

Um in Sibirien von Yakutsk aus weiter Richtung Osten zu kommen mussten sie die vier Seitenwagen-Motorräder rund 1600 km auf einem Fluss transportieren, weil kein zusammenhängendes Strassennetz besteht. Das ist ja auch der Grund, warum wir unseren ursprünglichen Plan, an die Beringstrasse zu fahren, relativ schnell begraben hatten.

«Leaving Home Function» haben eine Schwimmer-Konstruktion gebaut und einen kleinen

Quelle: http://leavinghomefunktion.com/de/
Schiffspropeller mit einer abenteuerlichen Konstruktion über den Kardanantrieb der Ural angetrieben.

Sie kamen nach diesem «Bootsausflug» in ein militärisches Sperrgebiet wegen technischer Probleme leider nicht mehr sehr weit und wurden von den örtlichen Behörden evakuiert. Sie hatten durch ihre Medienpräsenz grosse Unterstützung von Bevölkerung und vielen Behörden. Die Motorräder wurden irgendwo in Sibirien in einem Container versorgt und stehen noch immer dort und warten auf ein paar abenteuerlustige Verrückte, die sie reparieren und damit weiter fahren - oder zurück...
Über Magadan am Ochotskischen Meer flogen sie nach Alaska und setzten dort ihre Fahrt mit den vier Motorrädern, mit denen sie in Deutschland gestartet waren und die sie im Herbst davor hatten aufgeben müssen, bis nach New York fort.

Was für eine eindrückliches Abenteuer!



Sonntag, 13. Januar 2019

Reiseroute genauer definiert

Wir haben die Reiseroute präzisiert, weil einige Länder eine frühzeitige Beantragung des Visums verlangen, bei anderen können wir «on arrival» an der Grenze den Antrag ausfüllen.
Geholfen haben uns bei der groben Planung die aktuellen Reise-Informationen von Mätteli und Fäbu des Berner Teams «Eye of the Taiga» (website mongolrally.ch), die dieses Jahr mit einem Fiat Panda bis nach Ulan Ude und zurück gefahren sind. Auch einer der vielen Bekannten von Lorenz aus Bern hat uns wertvolle Informationen über die Bestimmungen in Russland geben können. Für den Iran müssen wir einen Teil des Fahrzeugwerts auf der Botschaft hinterlegen. Turkmenistan müssen wir mit einem Transitvisum innert 5 Tagen wieder verlassen und können nur an bestimmten Grenzübergängen ein- und ausreisen.
Wir haben auf der Karte Handgelenk mal π geschaut, wie weit wir in einer Woche kommen und so unsere vorläufige Route zusammengestellt. Diese ist nicht in Stein gemeisselt und wird sich im Detail bestimmt meistens woanders bewegen, denn wir werden nicht auf den schnellsten Routen brettern, sondern auf den schönsten geniessen...;)

  • am Samstag, 5. April 2019, verabschieden wir uns zuerst in Bern mit einem Brunch und dann in Basel mit einer kleinen (?) Party
  • am Sonntag, 6. April, fahren wir los.
  • Österreich, Ungarn bis Budapest in der ersten Woche. Das sind rund 1000 km.
  • Budapest - Rumänien - Bukarest - Bulgarien - Istanbul in der zweiten Woche. Das sind rund 1500 km.

  • von Istanbul geht es der Schwarzmeerküste entlang nach Georgien. Bis Tiflis sind es rund 1700 km, das wollen wir in etwa 10 Tagen fahren.
  • Am 1. Mai wollen wir in Aserbaidschan einreisen und danach gemütlich durch den Iran fahren, so dass wir am 1. Juni in Turkmenistan einreisen können.
  • Im Mai sind etwa 2100 Kilometer geplant. 

  • Im Juni ist zuerst Turkmenistan angesagt. Asgabat ist die Hauptstadt, die wir besuchen wollen. Und dann natürlich das Tor zur Hölle oder den «Krater von Derweze», ein brennendes Loch in der Erde. Das sind innert 5 Tagen etwa 800 km.
  • weiter geht's durch Usbekistan, Tadschikistan, Kirgisistan und Kasachstan.
  • In rund 3 Wochen werden wir diese Strecke von 3800 km zurücklegen...wenn das nicht zu viel ist.
  • Anfang Juli 2019 betreten wir Russland, fahren aber direkt zur mongolischen Grenze.
  • Bis nach Ulaanbaatar, der Hauptstadt der Mongolei sind es rund 2500 Kilometer.
  • Von Ulaanbaatar über Ulan Ude bis nach Irkutsk in Russland sind es dann noch etwa 1000 km.
  • In Irkutsk wollen wir Mitte Juli ankommen. Auch das sind sehr viele Kilometer.

21. Juli 2019 | Basel | Danke!

Rumänien - Constanta Ich sitze knappe 48 Stunden nach unserer Rückkehr in die Schweiz gemütlich in Susannes Wohnzimmer bei einen Schw...